Zufriedenheit im Homeoffice nimmt weiter zu

Die zunehmende Nutzung von Homeoffice im Zuge der Coronakrise hält an. Das zeigt eine Folgebefragung des Bayerischen Forschungsinstituts für Digitale Transformation (bidt) zur Verbreitung und Akzeptanz von Homeoffice in Deutschland. Bereits im März hatte das bidt in einer Studie gezeigt, wie sehr sich das Arbeiten von zu Hause aus verbreitet hat.

• Publikation "Digitalisierung durch Corona?" des bidt veröffentlicht
• Homeoffice wird weiterhin häufiger und intensiver genutzt als vor der Krise
• Zufriedenheit der Berufstätigen im Homeoffice ist weiter gestiegen
• Wunsch nach mehr Homeoffice auch nach der Coronakrise ist stark ausgeprägt

Auch Monate nach dem Beginn der Coronakrise ist die Verbreitung von Homeoffice deutlich höher als zuvor. Das Bayerische Forschungsinstitut für Digitale Transformation (bidt) führte im März und Juni repräsentative Kurzbefragungen unter erwachsenen Internetnutzerinnen und -nutzern in Deutschland unter Nutzung von Google Surveys durch. Die Analyse der Befragungen zeigt:

• Die Nutzung von Homeoffice ist in der Coronakrise nachhaltig gestiegen. Derzeit arbeiten 39 % der erwachsenen berufstätigen Internetnutzerinnen und -nutzer in Deutschland zumindest ab und zu im Homeoffice. Im März waren es 43 %, während es vor der Krise 35 % der Befragten waren.
• Die Intensität der Nutzung von Homeoffice ist deutlich gestiegen. Im Juni befanden sich rund 32 % der Befragten mindestens mehrmals pro Woche im Homeoffice. Vor der Krise war dies nur bei 23 % der Befragten der Fall.
• Die Zufriedenheit mit dem Homeoffice ist hoch. 85 % der Homeoffice-Nutzerinnen und -Nutzer geben an, mit ihrer Situation zufrieden zu sein.
• Die Nutzung der im Homeoffice eingesetzten Technik macht der Mehrheit keine Schwierigkeiten. Nur 12 % der Befragten geben an, Probleme damit zu haben.
• 69 % der befragten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die dies bei ihrer Tätigkeit grundsätzlich für möglich halten, wünschen sich auch nach der Coronakrise mehr Homeoffice als zuvor.
• Die Befürchtung, dass Arbeitgeber nach der Krise die Homeoffice-Möglichkeiten wieder beschränken, ist weitverbreitet. 55 % der Befragten gehen davon aus.
• Der Großteil der deutschen Erwerbstätigen ist jedoch nach wie vor nicht im Homeoffice. 61 % arbeiten nicht von zu Hause. Der Großteil von ihnen gibt an, dass dies bei ihrer Tätigkeit generell nicht möglich sei.

"Die Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite sollten die coronabedingte Forcierung von Homeoffice als Chance sehen. Nun gilt es über den langfristigen Einsatz flexibler Arbeitsformen zu verhandeln", sagt Dr. Roland Stürz, einer der Autoren der Studie. Dabei gelte es die Vorzüge von Homeoffice mit den Vorteilen der Präsenzarbeit zu verknüpfen.

"Arbeiten wird flexibler werden", sagt bidt-Direktor Professor Dietmar Harhoff und betont den damit verbundenen Innovationsschub in Unternehmen: "Flexible Arbeitsmodelle werden nun zu einer verstärkten Digitalisierung von Prozessen, zur Verbesserung der Effizienz und damit zu Produktivitätssteigerungen führen."

Autorin und Autoren der Studie:
Dr. Roland A. Stürz (bidt Think Tank)
Christian Stumpf (bidt Think Tank)
Ulrike Mendel (bidt Think Tank)
Prof. Dietmar Harhoff, Ph.D. (bidt-Direktorium, Max-Planck-Institut für Innovation und Wettbewerb)

Das Bayerische Forschungsinstitut für Digitale Transformation (bidt) ist ein Institut der Bayerischen Akademie der Wissenschaften und trägt dazu bei, die Entwicklungen und Herausforderungen des digitalen Wandels besser zu verstehen. Das Institut fördert herausragende interdisziplinäre Forschung und liefert als Think Tank Entscheidungsträgern in Politik und Wirtschaft evidenzbasierte Empfehlungen, um die digitale Transformation erfolgreich zu gestalten. Das bidt fördert zudem den offenen Dialog zwischen Forschung und Gesellschaft.

Quelle: www.bidt.digital

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