Rödermark wird Forschungsstandort für die Energiesysteme der Zukunft

Das Smart Grid LAB Hessen nimmt am Standort des Ingenieurbüros Pfeffer seine Arbeit auf

Das Ingenieurbüro Pfeffer mit Sitz im Gewerbegebiet Urberach, hat als alteingesessenes Familienunternehmen seit Jahrzehnten einen sehr guten Ruf in der Energiebranche und ist spezialisiert auf Planung, Projektierung und Vertrieb von Transformatorenstationen sowie Schaltanlagen für Verteilnetzbetreiber und Industrie. Welchen Erfolg der Geschäftsführer Matthias Pfeffer gemeinsam mit dem hessischen House of Energy nach jahrelanger Vorarbeit jetzt erzielt hat, ist für den Wirtschaftsstandort Rödermark äußerst bemerkenswert, denn: Rödermark wird Forschungsstandort für die Energiesysteme der Zukunft!

Diese werden im Rahmen des von der EU geförderten Projekts "Smart Grid LAB" erforscht, das vom hessischen Innovationscluster House of Energy und seinen Mitgliedern, zu denen auch das Ingenieurbüro Pfeffer zählt, ins Leben gerufen wurde.

Unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Ing. Ingo Jeromin, Leiter des Fachgebiets Elektrische Energieversorgung, Erneuerbare Energien und Energieeffizienz an der Hochschule Darmstadt, werden Prof. Dr. Ing. Athanasios Krontiris, zwei wissenschaftliche Mitarbeiter und 12 Ingenieure der Projektpartner in den nächsten drei Jahren in Rödermark forschen. Vier der zwölf Ingenieure kommen dabei vom Ingenieurbüro Pfeffer und Sophia Pfeffer ist eine der wissenschaftlichen Mitarbeiter der Hochschule Darmstadt.

Auf dem Grundstück des Ingenieurbüros Pfeffer wurde eine Montagehalle mit Büros errichtet, in die das Labor integriert wird.

Für das Labor wird eine intelligente Transformatorenstation erforderlich, an die auch eine CCS Schnell-Ladestation angeschlossen werden soll.

In dem realitätsnahen Labor werden verschiedenste Szenarien des Stromnetzes erforscht und getestet, die sich aus dem Zusammenwirken der Energiesysteme Elektromobilität, PV- Anlagen, Wärmepumpen, Batteriespeicher (Sektorenkopplung) ergeben werden.

Das Stromnetz kann aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet werden, um aktive Steuerungsverfahren und alle erforderlichen Funktionalitäten unter Praxis-Bedingungen zu testen, um Lösungen für das intelligente Stromnetz (Smart Grid) zu erarbeiten.

Die Tests sollen Antworten auf verschiedenste Fragen geben, unter anderem:
- Welche Maßnahmen zur Digitalisierung des Stromnetzes sind erforderlich.

- Welchen Einfluss hat die Sektorenkopplung auf die Volatilität und die Qualität der Spannung.

- Wie kann insbesondere die Elektromobilität flächendeckend in das Stromnetz integriert werden.

- Welche Ausbaupotentiale gibt es für regenerative Energien, wie PV Anlagen im urbanen Bereich

- Wie können stationäre Batteriespeicher intelligent in das Stromnetz integriert werden.

- Wie kann Hackern, die das Stromnetz angreifen wollen, begegnet werden?

Geschäftsführer Matthias Pfeffer ist stolz auf das Projekt im eigenen Haus: "Dass das Smart Grid LAB Hessen bei uns in Rödermark projektiert und errichtet werden darf, zeichnet unser Unternehmen für seine Fortschrittlichkeit aus, denn wir werden einen großen Teil unserer eigenen Infrastruktur zur Verfügung stellen."

Bürgermeister Jörg Rotter und die städtische Wirtschaftsförderung stehen mit dem Ingenieurbüro Pfeffer, wie generell mit den Rödermärker Unternehmen, in kontinuierlichem Kontakt und waren dadurch frühzeitig in die Projektidee und natürlich in die Bauplanung einbezogen. Rotter und Andrießen sind höchst begeistert, dass das Projekt erfolgreich verlaufen ist und solch hervorragende Effekte für Rödermark hat. "Das Smart Grid Lab stärkt Rödermarks Status als Wissensstadt, den bislang schon die Berufsakademie Rhein-Main und die Forschungs- und Entwicklungsabteilungen der Unternehmen begründet haben" sagt Till Andrießen, Leiter der Wirtschaftsförderung. Bürgermeister Jörg Rotter unterstreicht, dass "auf dem Weg zu nachhaltigen Energiesystemen der Zukunft, die Entwicklungen von Smart Grid Lösungen ein ganz entscheidender Schritt sind. Wunderbar, dass Rödermark und das Ingenieurbüro Pfeffer hierzu einen immens wichtigen Beitrag leisten können".

(Foto: Matthias Pfeffer, Sophia Pfeffer, Fritz Pfeffer, Jörg Rotter, Till Andrießen)

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