Corona-Virus: Tagesaktuelle Informationen für Unternehmen


Das Corona-Virus sorgt nach wie vor auch in Rödermark für viele Unsicherheiten. Damit Sie den Überblick behalten, stellen wir Ihnen die aus unserer Sicht wichtigsten Informationen zur Unterstützung von Unternehmen tagesaktuell zusammen. Im Wesentlichen ist die Unterstützung fokussiert auf die Themen "Kurzarbeit" und "Finanzielle Hilfen".

Zur Orientierung und Hilfestellung empfehlen wir Ihnen die Checkliste des Hessischen Industrie- und Handelskammertags (HIHK).

Hygieneregeln und Infektionsschutz

Seit dem 27. April 2020 gilt die Tragepflicht einer Mund-Nasen-Bedeckung im öffentlichen Personennahverkehr und in Geschäften, Bank- und Postfilialen.

Die aktuellen Verordnung, die u.a. die Tragepflicht einer Mund-Nasen-Bedeckung regeln, sowie Auslegungshinweise dazu, finden Sie hier.

Überblick über die aktuellen Allgemeinverfügungen des Kreises Offenbach.

Überblick über die aktuellen Verordnungen der hessischen Landesregierung.

A) Kurzarbeit.

1. Kurzarbeitergeld

Das Kurzarbeitergeld wird flexibler. Unternehmen können es künftig unter erleichterten Voraussetzungen erhalten. So kann Kurzarbeitergeld unter anderem bereits dann beantragt werden, wenn zehn Prozent der Beschäftigten vom Ausfall betroffen sind.
Übersicht zum Kurzarbeitergeld.

Beantragung (Erklärvideos Kurzarbeitergeld EINS und ZWEI der Agentur für Arbeit):
Schritt 1: Anzeigen des Arbeitsausfalls bei der Agentur für Arbeit.
Schritt 2: Antrag für Kurzarbeitergeld stellen.

Ansprechpartner: Agentur für Arbeit, Arbeitgeberservice-Hotline 0800 4 55 55 20.
Zuständig für Rödermärker Unternehmen ist Frau Jahn, Agentur für Arbeit in Rodgau.
2. Lohnfortzahlung bei Kinderbetreuung

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil hat Informationen zur Lohnfortzahlung für Eltern, die aufgrund von Schulschließungen ihre Kinder betreuen und nicht arbeiten können gegeben: Zum vollständigen Artikel.

B) Finanzielle Hilfen.

Die Liquidität von Unternehmen wird durch steuerliche Maßnahmen verbessert. Zu diesem Zweck werden die Stundung von Steuerzahlungen erleichtert, Vorauszahlungen können leichter abgesenkt werden. Auf Vollstreckungen und Säumniszuschläge wird im Zusammenhang mit den Corona-Auswirkungen verzichtet. Die Liquidität von Unternehmen wird durch neue, im Volumen unbegrenzte Maßnahmen geschützt. Dazu werden die bestehenden Programme für Liquiditätshilfen ausgeweitet und für mehr Unternehmen verfügbar gemacht.

1. Überbrückungshilfen des Bundes für kleine und mittlere Unternehmen ab 8.7.20

Die Überbrückungshilfe ist ein branchenübergreifendes Zuschuss­programm mit einer Laufzeit von drei Monaten (Juni bis August 2020) und einem Programmvolumen von maximal 25 Milliarden Euro. Die maximale Förderung beträgt 150.000 Euro für drei Monate. Bei Unternehmen bis zu fünf Beschäftigten beträgt der maximale Erstattungsbetrag 9.000 Euro für drei Monate, bei Unternehmen bis zu zehn Beschäftigten 15.000 Euro für drei Monate. Diese maximalen Erstattungsbeträge können nur in begründeten Ausnahmefällen überschritten werden.

Achtung: Die IHK Offenbach bietet einen Vorabcheck an. Richtlinien, Vollzugshinweise, Antragsformulare und FAQ siehe Link zum Antrags Portal.

2. Kreditverbindlichkeiten bei Ihrer Bank

Wenn Sie als Unternehmen (langfristige) Kreditverbindlichkeiten haben: Sprechen Sie mit ihrer Hausbank über die Möglichkeiten einer Tilgungsaussetzung für den Zeitraum der Krise.

Überprüfen Sie in diesem Zusammenhang, ob die Zinskonditionen noch den aktuellen Marktgegebenheiten angemessen sind und sprechen Sie mit der Hausbank über die Möglichkeiten einer Umschuldung.

3. Bürgschaften

3a. Bürgschaften bis 1,25 Millionen Euro

Mit einer Bürgschaftsquote von bis zu 80 Prozent bietet die Bürgschaftsbank Hessen in Zusammenarbeit mit dem Land Hessen Bürgschaften bis 1,25 Millionen Euro an.

3b. Express-Bürgschaften für Kredite bis zu 300.000 Euro

Mit einer Bürgschaftsquote von 60 Prozent werden die sogenannten Express-Bürgschaften für Kredite bis zu 300.000 Euro besichert. Diese können besonders schnell erteilt werden, wenn alle Kriterien erfüllt sind.
Infos zur Antragstellung und den Konditionen.
3c. Landesbürgschaften über 1,25 Millionen Euro

Speziell für den Mittelstand vergibt das Land Hessen Landesbürgschaften, um in Kooperation mit der Hausbank sowohl die Finanzierung von Investitionen als auch die finanzielle Überbrückung von Liquiditätsengpässen abzusichern.
Informationen zu den Konditionen für Landesbürgschaften erhalten Sie auf der Website der WIBank.
Ansprechpartnerin: Nina Gibbert-Doll, Telefon 069 9132-3262, E-Mail nina.gibbert-dollwibank.de
4. Förderprogramme

4a. Kleine und mittlere Unternehmen (WIBank, Hausbanken)

Hessen-Mikroliquidität ist ein ergänzendes Darlehen für kleine Unternehmen und Soloselbständige, um zusätzlichen Liquiditätsbedarf zu decken, der durch die aktuelle Corona-Krise entstanden ist und für die Fortführung der unternehmerischen Tätigkeit zwingend erforderlich ist. Das Förderprogramm ist bis zum 31.12.2020 befristet. Die Antragsstellung erfolgt nicht über die Hausbank sondern über die bei der WiBank gelisteten Kooperationspartner. Weiteren Details unter dem Link Hessen Mikroliquidität.

Eckdaten "Hessen-Mikroliquidität"

  • Antragsberechtigt sind natürliche Personen, die unternehmerisch tätig sind sowie Angehörige der Freien Berufe. Die Unternehmen der antragstellenden Personen (z.B. GmbH) dürfen maximal 50 Mitarbeitende (Vollzeitstellen) haben.
  • Darlehensbetrag zwischen 3 TEUR und 35 TEUR.
  • Sollzinssatz 0,75 % p.a. für die gesamte Darlehenslaufzeit.
  • Es ist kein notarielles Schuldversprechen abzugeben.
  • Laufzeit des Darlehens beträgt 7 Jahre. Die ersten 2 Jahre sind tilgungsfrei.
  • Pro Unternehmen können maximal 5 Darlehen an unterschiedliche geschäftsführende Gesellschafter/innen bewilligt werden.

Mit dem bewährten Hessen-Mikrodarlehen erhalten Existenzgründende und junge Unternehmen einen Kredit in Höhe von 3.000 bis 35.000 Euro. Bankübliche Sicherheiten sind nicht erforderlich. Die Beantragung erfolgt ohne Hausbank direkt über die WIBank, siehe unter Hessen-Mikrodarlehen.
Ansprechpartner Hessen Mikroliquidität und Hessen Mikrokredit:
Rainer Ziesche, Telefon 069 9132-5317 Mail: rainer.zieschewibank.de
Weitere Kredite der WiBank (nur im Hausbankverfahren)

Kleine und mittlere Unternehmen mit bis zu 250 Mitarbeitern und 50 Millionen Euro Umsatz können über das Förderprogramm Gründungs- und Wachstumsfinanzierung Hessen (GuW) Betriebsmittelkredite bis 1 Millionen Euro erhalten.

Über das Förderprogramm Kapital für Kleinunternehmen (KfK) der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WIBank) können kleine Unternehmen im Bereich der gewerblichen Wirtschaft (einschließlich gewerblich tätiger Sozialunternehmen) und freiberuflich Tätige mit bis zu 25 Mitarbeitern und 5 Millionen Euro Jahresumsatz Darlehen zwischen 25.000 und 150.000 Euro erhalten, die von der Hausbank um mindestens 50 Prozent aufgestockt werden. Für dieses Förderdarlehen sind keine banküblichen Sicherheiten notwendig.

Bei dem Programm Liquiditätshilfen für kleine und mittlere Unternehmen in Hessen handelt es sich um ein Nachrangdarlehen in Höhe von 5.000 bis maximal 200.000 Euro, welches voll im Risiko der WIBank liegt und von den Hausbanken an die Kreditnehmer weitergeleitet wird. Antragsstellung ab 26.03. nur über die Hausbank.
Ansprechpartnerin der WIBank: Nina Gibbert-Doll, Telefon 069 9132-3262, E-Mail nina.gibbert-dollwibank.de

Corona Kredite der Hausbanken:
Sparkasse Dieburg

VVB Maingau
4b. Kredite für junge und alte Unternehmen (kfW, Hausbanken)

Die Bundesförderbank KfW vergibt Kredite für Unternehmen, Selbst­ständige oder Frei­berufler, die durch die Corona-Krise in finanzielle Schief­lage geraten sind. Diese können ab sofort bei der Hausbank für Investitionen und Betriebsmittel beantragt werden. Jeder Antrag wird mit Hoch­druck bearbeitet.

Z.B. KfW Unternehmerkredit für Unternehmen, die länger als 5 Jahre am Markt sind: Wenn Sie diesen Kredit für Investitionen und Betriebs­mittel beantragen, über­nimmt die KfW einen Teil des Risikos Ihrer Bank. Für große Unternehmen bis zu 80 % Risiko­übernahme und für kleine und mittlere Unternehmen bis zu 90 % Risiko­übernahme. Das erhöht die Chance, eine Kredit­zusage zu erhalten. Der Kredit­höchstbetrag ist begrenzt au:

  • 25 % des Jahres­umsatzes 2019 oder
  • das doppelte der Lohn­kosten von 2019 oder
  • den aktuellen Finanzierungs­bedarf für die nächsten 18 Monate bei kleinen und mittleren Unter­nehmen bzw. 12 Monate bei großen Unter­nehmen oder
  • 50 % der Gesamt­verschuldung des Unter­nehmens bei Krediten über 25 Mio. Euro.

Corona Kredite der Hausbanken:
Sparkasse Dieburg
VVB Maingau
5. Herabsetzung der Vorauszahlungen und Stundung von Steuerzahlungen bei Ihrem Finanzamt

Das hessische Finanzministerium stellt ein Informationsblatt (fortlaufend aktualisiert) mit den wichtigsten Fragen und Antworten zu Vorauszahlungen, Herabsetzungen und Stundungen während der Corona-Krise zur Verfügung: Hessisches Finanzministerium - FAQ-Katalog.

Die hessischen Finanzämter prüfen Stundungen zügig. Vereinfachtes Antragsformular der hess. Finanzverwaltung.

Sprechen Sie mit Ihrem Steuerberater oder stellen Sie selbst den Antrag. Die entsprechenden Formulare finden Sie hier: ELSTER - alle Formulare

6. Erleichterungen für Gewerbemieten

Viele Ladengeschäfte sind seit dem 18. März 2020 geschlossen. Ebenso viele Restaurants, Fitnessstudios, Kosmetiksalons usw. Die von dem Hessischen Ministerium für Soziales und Integration angeordnete Schließung läuft vorerst bis zum 19. April 2020.
Der Bundestag hat am Mittwoch, 25. März 2020, einstimmig einen Gesetzentwurf der Folgen der Covid-19- Pandemie im Zivil-, Insolvenz- und Strafverfahrensrecht angenommen. Darin sind Regelungen u.a. zum Schutz von Wohnraum- und Gewerbemietern vorgesehen. Hierzu gehören die Einschränkungen von Kündigungen von Miet- und Pachtverhältnissen, Regelungen zur Stundung- und Vertragsanpassung im Verbraucherdarlehensrecht sowie zu Leistungsverweigerungsrechten bei sonstigen Dauerschuldverhältnissen. Insbesondere wird für Mietverhältnisse über Grundstücke oder über Räume das Recht der Vermieter zur Kündigung von Mietverhältnissen eingeschränkt. Wegen Mietschulden aus dem Zeitraum vom 1. April 2020 bis 30. Juni 2020 dürfen Vermieter das Mietverhältnis nicht kündigen, sofern die Mietschulden auf den Auswirkungen der COVID-19 -Pandemie beruhen. Die Verpflichtung der Mieter zur Zahlung der Miete bleibt im Gegenzug im Grundsatz bestehen. Auch bleiben andere Kündigungsrechte unberührt.

Handelsverband: Musterschreiben Mietanpassung (auch für Gastronomie nutzbar)
Handelsverband: Rechtsgutachten

C) Branchenspezifische Informationen für Einzelhandelsunternehmen.

1. Informationen des Handelsverbands Hessen und Informationen des Handelsverbands Deutschland zu Corona.
2. Vorlagen des Handelsverbands Hessen
- Hinweisschild "Mund-Nasen-Schutz"
- Hinweisschild "Hygienemaßnahmen allgemein"
- Hinweisschild "Hygienemaßnahmen in der Kassenzone"
- Merkblatt "Arbeitsrechtliche Folgen einer Pandemie"
- Tipps zur Erstellung eines Pandemieplans

3. Ansprechpartner Handelsverband Hessen
Ilja Fuchs, Ass. Jur., Telefon 069 13 30 91 0, E-Mail fuchshvhessen.de, Flughafenstr. 4a, 60528 Frankfurt

D) Branchenspezifische Informationen für Gastronomie und Hotelerie.

1. Informationen des DEHOGA.

2. Ansprechpartnerinnen DEHOGA:
Kerstin Junghans, Geschäftsführerin, Geschäftsstelle Frankfurt Rhein-Main, Telefon 069 284088, E-Mail junghansdehoga-hessen.de, Falkstraße 34, 60487 Frankfurt a. M.
Christine Friedrich, Geschäftsführerin DEHOGA Hessen Geschäftsstelle Südhessen, Telefon 06252 94260-0, E-Mail friedrichdehoga-hessen.de, Kalterer Straße 5, 64646 Heppenheim

E) Branchenspezifische Informationen für das Handwerk.

Das Service Center der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main steht Ihnen mit Rat und Tat zur Seite und stellt bei Bedarf Kontakt her zu einem Experten aus den Bereichen Ausbildungsplatzberatung, Aus- und Weiterbildung, Betriebsberatung oder Recht.

Telefon: 069 97 172 818 // EMail: servicehwk-rhein-main.de

Weitreichende Informationen für Ihren Betrieb bietet folgende Übersicht der Handwerkskammer:
https://www.hwk-rhein-main.de/de/aktuelles/corona#section-5433

F) Spezifische Informationen für Gründer.

Die Stabsstelle Wirtschaftsförderung steht Ihnen in allen Fragen zur Existenzgründung auch im Zeichen der Corona-Krise mit Rat und Tat zur Seite.
Ansprechpartner: Alfons Hügemann, alfons.huegemannroedermark.de, Telefon 06074 911 371

Hotline für Gründer in Zeiten der Krise: Telefon 06061 - 96 96 921
Ansprechpartner: Butz & Ringshausen Unternehmensberatung GbR, Schlossstr. 54, 64720 Michelstadt, E-Mail: info@gruenderberatungen.de

Infos unter: https://www.gruenderberatungen.de/infos-corona/infos-fuer-existenzgruender-in-der-corona-krise/


G) Weitere Informationen.

Haben Sie allgemeine Fragen zu COVID-19 oder sind bei Mitarbeitenden Symptome aufgetreten, wenden Sie sich bitte an:
Gefahrenabwehr- und Gesundheitszentrum Kreis Offenbach
Gottlieb-Daimler Str. 10, 63128 Dietzenbach, Telefon 06074 8180-63707, E-Mail gesundheitkreis-offenbach.de.

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