DIHK-Nachfolgereport 2017: Unternehmensnachfolge - die Herausforderung wächst

Mit dem DIHK-Report zur Unternehmensnachfolge 2017 legt der Deutsche Industrie- und Handelskammertag eine Einschätzung der IHK-Organisation zur Nachfolgesituation im deutschen Mittelstand vor. Grundlage für die DIHK-Aussagen sind Erfahrungsberichte der IHK-Berater zur Unternehmensnachfolge der 79 Industrie- und Handelskammern (IHKs) sowie eine statistische Auswertung des IHK-Service zur Unternehmensnachfolge.

Die wichtigsten Ergebnisse in Kürze:

2016 haben sich so viele Unternehmer wie noch nie seit Beginn der IHK-Nachfolgestatistik an ihre IHK gewandt, weil sie keinen passenden Nachfolger finden. Gleichzeitig sinkt die Zahl der Übernahmeinteressenten, die noch kein geeignetes Unternehmen gefunden haben. Die IHK-Erfahrungen werden von den Medien breit aufgenommen, so u. a. vom ARD-Morgenmagazin und der Frankfurter Allgemeinen Zeitung auf Seite 1 und Seite 15.

Weiterhin berichten die Agenturen Reuters und AFP sowie zahlreiche regionale Blätter. Damit erhält der bedeutsame Service der IHKs für Senior-Unternehmer und für potenzielle Nachfolger bundesweite hohe Aufmerksamkeit. Den Bericht in der FAZ können Sie hier abrufen. Der DIHK berichtet hier.

DIHK-Präsident Eric Schweitzer: 

"Die Unternehmensnachfolge wird für viele Betriebsinhaber zur sprichwörtlichen Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Noch nie haben sich so viele Alt-Inhaber bei der Suche nach einem Nachfolger für ihren Betrieb an ihre regionale Industrie- und Handelskammer gewandt. Immer mehr Inhaber erreichen das Ruhestandsalter. Gleichzeitig wird es immer schwerer, externe Interessenten zu finden – auch, weil hierzulande das Interesse am Unternehmertum weiter nachlässt. 

Für zusätzliche Verunsicherung sorgt die schwierige Umsetzung des neuen Erbschaftsteuergesetzes. Nahezu jeder vierte Betriebsnachfolger berichtet der IHK, dass die familieninterne Unternehmensübertragung durch die Erbschaftsteuer gefährdet ist. Denn im Prinzip hängt über jeder Betriebsübergabe das Damoklesschwert hoher Steuerzahlungen. 

Umso wichtiger ist es, dass die konkrete Umsetzung und Anwendung der Erbschaftsteuer mittelstandsfreundlich durchgeführt wird. Auch müssen Betriebsübergaben deutlich weniger bürokratisch erfolgen können. So sollte die Politik die Aufbewahrungsfristen für Steuerunterlagen von zehn auf fünf Jahre verkürzen. Denn: Je einfacher ein Nachfolger einsteigen kann, desto eher lassen sich auch geeignete Nachfolger finden."

Den Bericht können Sie hier abrufen.

Quelle: www.dihk.de

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